English and german information

ENGLISH

Dear visitors, you are entering an aviation museum created by the members of Aviation history club (AHC) from Jindřichův Hradec in cooperation with Deštná municipality. This project, which received a grant from the South Bohemian region, is the only one of its kind in this region. Its focus differs from similar established museums in Prague and Vyškov. The exhibition maps the development of both civil and army aviation in the South Bohemia in detail. However it also focuses on the fates of Czechoslovak airmen, who fought in World War II. This milestone of national history, which was neglected for decades by communist regime, is remembered by items from estate of fallen war veterans and memorial room. The museum, which was built in the former cinema building in Deštná, thus introduces the greatest legends of Czech aviation as well as less known South Bohemians, who achieved extraordinary accomplishments in aviation. The exposition rooms are divided in two parts. The entrance hall features anti-aircraft shelter. The exposition there focuses on the fates of our airmen during WWII. The exhibits in the former cinema are devoted to Czechoslovak aviation and military and 13 foreign expeditions of our club. The exhibition consists mostly of the collections of the club as well as gifts and loans. The most unique exhibits are: a part of Messerschmitt Me-109 plane, a rudder of Heinkel He-219 Uhu from our collection (the only one known in Europe – camouflage 1945) or shot penetrated oxygen pressure tank from the Spitfire of Sgt. Karel Pavlík, who died in this aircraft on 5th May 1942 at Ypres. Another unique of the exhibition is the wreckage of Liberator PP-Y airplane, at which Czechoslovak crew perished at Island of Hoy. We would like to expand the exhibition further, perhaps with your help as well. If you have any objects you would like to lend us, do not hesitate and contact our club. The memorial room right next to the anti-aircraft shelter commemorates the names of fallen airmen. Their fates are depicted by detailed life stories. There are also photographs of their graves. The room is presided over by a giant photograph of the biggest British graveyard in Brookwood, where dozens of Czechoslovak war pilots are buried. There is an actual tombstone under the photograph surrounded by earth from the graves of the pilots. You can also see both historical and current films on aviation in the lecture/projection room. There are 40 seats in the room. The administrators of the museum got movies from the film archive of Czech television, Delta TV, RAF Museum TV, TV GIMI or JH television. The extensive offer will be completed by documentaries, which the members of the club made during their 13 foreign expeditions following the trails of Czechoslovak airman. The projection room also hosts discussions with historians, airmen, pilots and air veterans. There are also special lectures – some of them in English – for pupils and students from basic schools and high schools. The Aviation history club from Jindřichův Hradec was established in July 1990. The club documents WWII history, especially the part Czechoslovak airmen played in military operations, as well as the air battle over Jindřichův Hradec region on 24th August 1944. The members of the club organize lectures, discussions and exhibitions. They also collaborated on screenplays of several documentary films. They also organize the traditional meeting of Czechoslovak war airmen in Jindřichův Hradec each August.

(Autor českého textu průvodce muzeem: Aleš Hazuka anglický překlad: Marie Neubauerová)

GERMAN

Sehr geehrte Besucher, sie betreten gerade das Fliegereimuseum, das die Mitglieder des Vereins der Fliegereigeschichte (Klub historie letectví – KHL) von Jindřichův Hradec zusammen mit der Stadt Deštná geschaffen haben. Das Projekt, gefördert unter anderem vom Regierungsbezirk Südböhmen, ist in der Region ohnegleichen und durch seine einzigartige Konzeption unterscheidet es sich von etablierten Museen in Prag und Vyškov. Die lange vorbereitete Exposition dokumentiert teilweise die Entwicklung des Zivil- und Militärflugwesens in Südböhmen und widmet sich vor allem dem Schicksal der tschechoslowakischen Piloten, die im Zweiten Weltkrieg gekämpft haben. An diesen jahrzehntelang missachteten Meilenstein der Nationalgeschichte erinnern Gegenstän-de aus den Erbschaften der verstorbenen Kriegsveteranen sowie der Andachtsraum. Das Museum, das in einem ehemaligen Kinosaal in Deštná entstanden ist, stellt die größten Legenden der tschechoslowakischen Fliegerei vor, daneben auch manche weniger bekannte Piloten aus Südböhmen, die außerordentliche Erfolge erzielt haben. Die Ausstellungssäle sind in zwei Räume geteilt. In der Eingangshalle steht die Kopie einer Fliegerhaube, in der sich die Exposition den Schicksalen der tschechoslowa-kischen Flieger im Zweiten Weltkrieg zuwendet. Die Ausstellungsgegenstände in den ehemaligen Kinosälen bringen dem Besucher all das näher, was an das tschechische Flug- und Militärwesen erinnert, sowie Erwerbungen von dreizehn Studienfahrten des Vereins im Ausland. Den Grundstock des Bestandes bilden Sammlungen des Vereins, aber auch Geschenke und Leihstücke. Zu den bedeutendsten Unikaten gehört ein Teil der Innenausrüstung einer Messerschmitt Me-109, ein Seitenruder der Heinkel H-219 Uhu aus eigener Sammlung (das einzig bekannte in Europa – eine Camouflage vom Frühling 1945), oder auch eine durchschossene Sauerstoffflasche aus der Spitfire des Sgt. Karel Pavlík, der in dieser Maschine am 5. 5. 1942 bei Ypres ums Leben gekommen ist. Ein weiteres Unikat ist das Wrack des Liberator PP-Y, in dem die tschechoslowakische Besatzung auf der Insel Hoy umgekommen ist, und das von den Mitgliedern des Vereins aufgefunden wurde. Wir würden sehr gerne die Exposition, die fortlaufend ausgebaut werden soll, auch mit Ihrer Hilfe erweitern. Sollten Sie irgendwelche Sammlungsgegenstände haben, die sie zum Verleih bereitstellen möchten, zögern Sie bitte nicht und wenden Sie sich direkt an den Verein KHL. Wir bedanken uns vielmals! Der Andachtssaal direkt neben der Fliegerhaube vergegenwärtigt die Namen aller verstorbenen Piloten. Detaillierte Lebensgeschichten bringen uns ihre Schicksale näher, und Fotografien dokumentieren die Orte ihrer Gräber. Den Raum dominiert eine gigantische Abbildung des britischen Friedhofs in Brookwood, wo viele tschechoslo-wakische Kriegspiloten begraben sind. Unter der Abbildung befindet sich ein echtes Grabmal, ringsum umgeben von Erdreich aus den Gräbern der Piloten. Im Projektions – und Vortragssaal mit einer Kapazität von 40 Plätzen können historische und auch zeitgenössische Filme mit Fliegerthematik betrachtet werden. Die Aufnahmen erhielt das Museum von der Produktionsstelle des Filmarchivs des Tschechischen Fernsehens, vom Delta TV, vom RAF Museum TV und vom TV GIMI. Die breite Auswahl wird auch von eigenen Dokumentarfilmen der Vereinsmitglieder ergänzt, die sie bei dreizehn Studienfahrten im Ausland auf den Spuren nach tschechoslowakischen Kriegspiloten angefertigt haben. Der Projektionssaal dient auch Diskussionen mit Historikern, Aviatikern, Piloten und Fliegerveteranen. Spezielle Vorlesungen, von denen die Redner manche auf Englisch halten, sind auch an Schüler orientiert. Den Verein der Fliegereigeschichte (Klub historie letectví) gibt es in Jindřichův Hradec seit dem Juli 1990. Er befasst sich vor allem mit der Dokumentation der Geschichte des Zweiten Weltkrieges, vorrangig mit der Teilnahme tschechoslowa-kischer Piloten an Militäroperationen und an der Fliegerschlacht über der Stadt Jindřichův Hradec am 24. August 1944. Die Vereinsmitglieder veranstalten Vorlesungen, Diskussionen und Ausstellungen. Sie beteiligen sich an der Erstellung von Drehbüchern zu Dokumentarfilmen und orga-nisieren jeweils im August ein traditionelles Treffen der tschechoslowakischen Kriegsflieger in Jindřichův Hradec.

(Autor českého textu průvodce muzeem: Aleš Hazuka německý překlad Eva Zdařilová)

Napsal Vladislav Burian, tisk, přečteno 2998x


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